28.11.2013 Vernissage natur.umwelt

Die beiden Künstler Petra und Friedrich J. Tragauer präsentieren in der Ausstellung „natur.umwelt“ ihre Arbeiten, die in unterschiedlicher Intensität von Natur und Umwelt beeinflußt wurden.

Natur im Allgemeinen bezeichnet in der westlichen Philosophie in der Regel das, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Auch der Mensch selbst gehört dazu. Der Begriff Umwelt bezeichnet die vom Menschen gemachten Eingriffe, deren Einflüsse und die unmittelbar darauf folgenden Auswirkungen. Dieser wechselnde Einfluß findet daher auch immer einen Niederschlag in Kunst und Kultur. So findet sich die Natur und die Umwelt als Abbild oder Inspriation in den Arbeiten der beiden Künstler wieder.

Petra Tragauer zeigt überwiegend Collagen. Die Motive findet sie in ihrem unmittelbaren Umfeld und gibt den äußeren Anlass für eine Arbeit. Lichtstimmung und Farbgebung läßt sie dabei immer ihrer persönlichen Stimmung folgen und spielen daher bei der Auswahl des Motives eine untergeordnete Rolle. Die Bedeutung der Farbe nimmt erst im Arbeitsprozess zu. Das Zusammentreffen von nicht zusammengehörigen Gegenständen inhaltlich und formal auf einer Ebene fordern den Betrachter zum genaueren Hinsehen auf. Fotos und fotoähnliche Teile, die in den Bildern eingebaut sind, werden am Computer bearbeitet und durch monochrome Farbgebung einer Grafik angenähert. So wird der Kontrast zu Zeichnung und Malerei reduziert. Eine Farbe des Hauptmotives wird als Fläche wiederaufgenommen und damit ein hoher Grad an Abstraktion erzeugt. Ziel ist ein in sich geschlossener Bildkosmos, das Ergebnis ein dichtes Gewebe von Linien, grafischen Strukturen und Farbflächen.
In jüngerer Zeit setzt Petra Tragauer ihre Motive auch in Linolschnitten um, die vermutlich wohl bekannteste Hochdrucktechnik. Dabei werden nicht druckende Teile mit speziellen Schneidewerkzeugen aus Linolplatten herausgeschnitten; gedruckt wird mit der stehen gebliebenen und mit Farbe eingewalzten Oberflächen. Jedes Druckwerk ist handgefertigt und unterscheidet sich in Kleinigkeiten von den anderen. Eine Auswahl der Arbeiten werden heute erstmals bei dieser Ausstellung präsentiert.

Friedrich J. Tragauer begibt sich auf die Suche nach den flüchtigen Momenten von Begegnungen und hält sie mittels experimenteller Fotografie fest. Achtlos gehen wir im Alltag mit Begegnungen um. Der Mensch nimmt oft nur am Rande Natur und Umwelt wahr. Kaum stattgefunden, sind diese kurzen Augenblicke auch schon wieder vorbei. Je oberflächlicher sie sind, desto weniger behält man sich Details bleibend in Erinnerung. Reiht man diese Begegnungen aneinander, erzählen sie die Geschichte unseres Lebens. Friedrich J. Tragauer konserviert solche flüchtigen Momente mit der Digitalkamera. Nach Korrektur von Tonwertumfang und Kontrast wurde mittels digitaler Bildnachbearbeitung ein Lith Print erstellt.

Weiters gibt es noch eine Auswahl an Arbeiten früherer Werkserien beider Künstler, die durch Natur und Umwelt beeinflußt sind. Cyanotypie, analoge Sofortbildfotografie und eine elektronische Schwarminstallation von Friedrich J. und klassische Malerei von Petra Tragauer.

Einführende Worte zur Ausstellung spricht Fr. Dr. Sigrun Maier
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