6.9.-29.10. Ausstellung Raiffeisenlandesbank Klagenfurt

Vom 6.9. bis 29.10. gibt es Photoarbeiten 2010 in der Raiffeisenlandesbank Klagenfurt, Raiffeisenplatz 1 zu sehen. Aus organisatorischen Gründen gibt es keine Vernissage. Infos auch auf der homepage der Raiffeisenlandesbank

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag: 8.00 bis 17.00 Uhr, Freitag: 8.00 bis 16.00 Uhr

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Muss meine Malerei/Fotografie gefallen?

“Die Absicht des Künstlers ist es nicht, schöne Bilder zu schaffen, und wenn, dann ergibt sich die Schönheit aus dem Malprozess und aus der Zufälligkeit.” Hab ich irgendwo einmal gelesen.

Schönheit liegt außerdem im Auge des Betrachters. Was für mich schön ist, muß nicht für andere gelten. Ich stelle auch nicht den Anspruch, allen alles recht machen zu müssen und Bilder zu schaffen, die alle schön und gut finden.

Ich male und fotografiere, was für mich abbildungswürdig ist. Es spiegelt also meinen persönlichen Geschmack und meine Gedanken wieder und gibt Einblick in meine Person. Ob jemand anderer dann auch noch gefallen daran findet, ist für meine Arbeit und Herangehensweise nicht relevant. Ich male und fotografiere des Malens und Fotografierens wegen und nicht, weil ich etwas produzieren und verkaufen muss. Diese Freiheit gefällt mir. So kann ich mich ausprobieren und weiterentwickeln ohne dass mir jemand (nicht einmal ich) vorgibt, was ich machen soll und wie.

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Vorbereitungen zur Lange Nacht der Museen

Langsam beginnen die Vorbereitungen zur langen Nacht der Museen, die heuer am 2. Oktober stattfinden wird. Seit kurzem kann man unter http://langenacht1.orf.at/ schon die ersten Informationen dazu finden. Der Vorverkauf  er Eintrittskarten wird in den nächsten Tagen starten und alle Zeichen stehen auf “los geht’s”.

Hier ein Auszug aus dem Booklet für Kärnten, Seite 92-93:

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Strange Fruit (from a Wandering Tree)

Eine nomadische temporäre Fotoinstallation.

Die Akademie für angewandte Photographie Graz präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Künstlerverband The Ironlung Union unter der Leitung von Shannon Wardell die Wanderausstellung Strange Fruit.

Über Strange Fruit kann man lesen, dass es ein Lied mit diesem Titel gab und sich in der künstlerischen Aussage gegen Lynchmorde in den Südstaaten der USA richtet. Die Sonderbare Frucht, um die es geht, ist der Körper eines Schwarzen, der an einem Baum hängt.

Southern trees bear a strange fruit,
Blood on the leaves and blood at the root,
Black body swinging in the Southern breeze,
Strange fruit hanging from the poplar trees.
Pastoral scene of the gallant South,
The bulging eyes and the twisted mouth,
Scent of magnolia sweet and fresh,
And the sudden smell of burning flesh.
Here is a fruit for the crows to pluck,
For the rain to gather, for the wind to suck,
For the sun to rot, for a tree to drop,
Here is a strange and bitter crop.

Zur Wanderausstellung: es wird ein 4 Meter hoher symbolischer Baum aus Kupferrohren zusammengesetzt und mit den Strange Fruits – den Fotografien – behängt. Die Fotografien bestehen aus einer Sammlung ganz persönlich interpretierten Strange Fruits. Diese “Ausstellung” wird quer durch Amerika, Europa und Australien reisen und machte mit Unterstützung von Visible, Verein zur Förderung künstlerischer Photographie auch in Villach Station.

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Aprikosenballons und andere Träumereien

Jeden Tag was tun, das ist nicht immer einfach. Hab ich dann die Zeit wie heute, macht es mir sehr viel Spaß, herum zu experimentieren, ein paar Zeitschriftenbilder, die mich inspirieren und dann einfach loslassen, loslegen und es fliesen lassen. Und dann darf es auch mal etwas kitschiger werden:

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Traumwandlerin

Das Bild Müllerin vom Fotografen Steffen Springstein hat mich sofort zum Träumen eingeladen. Die Stimmung in seiner Fotografie hat etwas sehr beruhigendes, träumerisches, fast romantisches und hat mich sehr inspiriert. Nach seiner Genehmigung, das Foto als Malvorlage verwenden zu dürfen, hab ich mich an die Arbeit gemacht und meine ganz eigene Interpretation gefunden.

Die Traumwandlerin heißt meine abgewandelte Arbeit und soll den Betrachter in eine traumartige Welt, vielleicht auch Geisterwelt entführen. Die etwas unheimlich anmutende Gestaltung des Kopfes verstärkt das Gefühl der Unwirklichkeit. Es entstand eine Fantasiefigur, menschlich und doch nicht.

Danke nochmal an Steffen, auch für den Eintrag in seinem Blog.

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Gailtal Art Symbosium 2010

Vom 18. – 21. August fand am Dorfplatz rund um das Gemeindehaus Rattendorf das achte Mal das Gailtal Art Symbosium statt.  Organisiert vom Kulturverein Fotoclub & Kunstwerkstatt Hermagor durch den Obmann Manfred Schluder aus Rattendorf. Seinem Aufruf folgten fast 30 Künstler und Künstlerinnen aus mehreren Bundesländern und den Sparten Bildhauerei, Malerei, Grafik, künstlerische Keramik, Fotografie, Kunst in der Landschaft, Land Art, Literatur, Performance und Musik.

www.gailtalart.com ist die Homepage von Fotoclub & Kunstwerkstatt Hermagor, aktuelle Infos gibt es auch auf facebook und im Blog kann man vieles rund um die Veranstaltung nachlesen.

Ich war am Samstag, am letzten Tag der Veranstaltung, in Rattendorf. Die Bildhauer waren mit ihren Arbeiten großteils schon fertig, die anderen Künstler sehr entspannt und zum Plaudern aufgelegt. Trotzdem wurde auch da und dort noch sehr intensiv gearbeitet. So habe ich einen entspannten und interessanten Tag verbracht.

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Lebensmittel – Mittel zum Leben?

Es ist gar nicht so leicht, Lebensmittel in den Mittelpunkt einer Fotografie zu stellen. Ich stehe dem Essen an sich schon sehr kritisch gegenüber. In Zeiten von Gammelfleisch, Formschinken und Analogkäse liest man sehr häufig auch, dass unser Essen nicht mehr ausreichend Nährwerte enthält und dass wir, aufgrund der vielen technisch, industriell und biologisch veränderten Lebensmittel ohnehin am vollen Tisch verhungern werden. Wir essen also genau genommen Müll und können oftmals nicht viel dagegen tun. Zwar wird der Konsument als mündig hingestellt, doch die Lügen der Verkaufenden werden auch nur selten aufgedeckt. Nicht alles, was als biologisch bezeichnet wird, ist es auch, deshalb haben wir Käufer nur bedingt Einfluss auf unsere eigene Ernährung. Das Angebot wird immer billiger, was für den logisch denkenden Menschen nicht auch Qualitätssteigerung verheißt. So bleibt uns nur, aufmerksam zu sein in der Hoffnung, für sich selber die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben.

Wir essen nur Hüllen, die schön aussehen, aber keine Inhalte mehr haben.

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Die Collage

Die Collage ist eine Technik der Bildenden Kunst, bei der durch Aufkleben (frz. coller = kleben) verschiedener Elemente ein neues Ganzes geschaffen wird, den einzelnen Teilen eine neue Interpretation übergestülpt wird. Es können beispielsweise Zeitungsausschnitte, Bänder, Stücke farbigen Papiers, Fotografien etc auf einen festen Untergrund oder Leinwand zusammengesetzt werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Max Ernst meinte 1962: „Collage-Technik ist die systematische Ausbeutung des zufälligen oder künstlich provozierten Zusammentreffens von zwei oder mehr wesensfremden Realitäten auf einer augenscheinlich dazu ungeeigneten Ebene – und der Funke Poesie, welcher bei der Annäherung dieser Realitäten überspringt.“
Große Künstler wie Pablo Picasso, Georges Braque, Jean Miro und Salvatore Dali etwa haben sich dieser Technik bedient.
Die ursprüngliche Form der Collage wird heute von Computertechnik und deren Möglichkeiten überholt. Mit Computerprogrammen lassen sich in digitaler Form und ohne großen Aufwand Bildteile zusammensetzen.
Urheberrechtlich ist die Collage umstritten. Man kann in ihr eine unfreie Bearbeitung, bei der die Genehmigung der Werke fremder Urheber eingeholt werden muss, oder eine freie Bearbeitung sehen. Eine freie Bearbeitung liegt vor, wenn der Eindruck des Originals gegenüber demjenigen der neuen Werke „verblasst“.
Derzeit verwende ich ausschließlich eigene Fotografien, interpretiere das Abgebildete neu, füge hie und da Zeichnungen hinzu oder schneide Inhalte weg. Der Fantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

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Van Gogh hat gesagt: “Malend wird man Maler”

Genau so gut könnte man sagen: “Von nichts kommt nichts”. Malen und Zeichnen und die Weiterentwicklung geht nur über das ständige Tun. Nur wenige unter uns sind wahre Genies und brauchen nicht viel lernen und üben. Die Talentierten unter uns entwickeln sich durch ständiges Arbeiten einfach schneller weiter als diejenigen, die sich abmühen und weniger talentiert sind. Talentfreie schaffen auch einen gewissen Sprung, treffen aber all zu schnell und hart an ihre Grenzen.

Als Malender habe ich das Gefühl, wenn ich länger nicht arbeite, etwas von meiner Feinfühligkeit verloren zu haben. Die Angst vor der weißen Leinwand wird umso größer, je länger ich nichts tue. Die Kreativität selbst ist ständig da und arbeitet im Kopf. Dadurch entwickle ich mich im kreativen Schaffen weiter. Aber das Umsetzen meiner kreativen Gedanken in die Bildersprache ist oftmals durch beruflich bedingte Pausen eher im Rückschritt, bestenfalls ein Stillstand, keineswegs ein Fortschritt.

Aufgefallen ist mir das in einem mehrtätigen Seminar. Zu Beginn sitze ich zaghaft, fast verzweifelt vor der Leinwand, unsicher, was als nächstes zu tun wäre. An den folgenden Tagen entspanne ich nach und nach und gewinne an Sicherheit in meiner Arbeit. Und wenn ich dann total locker und entspannt am Malen bin, ist die Zeit auch schon vorbei.

Die besten Vorsätze für zu Hause reichen nicht. Nicht, weil ich dann keine Ideen, keine Zeit mehr hätte. Nein, zu Hause lässt es sich einfach viel zu leicht ablenken. Haushalt, Partner, Lesen, Faulenzen, Freunde, Beruf. Vor allem der Alltag bremst mich am  stärksten ein. Meine menschlichen Schwächen sind ebenso stark. Und so plane ich regelrecht “Malzeiten” in der Hoffnung, dass sich Muse, Kreativität und Leichtigkeit von selber einstellen mag. Keine leichte Aufgabe.

“Malend wird man Maler” – und das versuche ich auch.



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