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20 Jahre SMS – Die Kultur des gesenkten Blickes

Am 2. Dezember war in DiePresse zu lesen: “ SMS: Die Kultur des gesenkten Blicks wird 20. Sie hat die Kommunikation, die Körperhaltung und das Lebensgefühl der Menschen in den letzten zwei Jahrzenten massiv geprägt – das SMS feiert einen runden Geburtstag.“ und berichtet, dass sich mit dem simsen auch die Körperhaltung des Menschen verändert hat. Nicht mehr horizontal und aufrecht blickt der Mensch, sondern senkt den Blick in Richtung Boden. Immer mehr Menschen nehmen diese Haltung des gesenkten Blicks ein und vergessen immer mehr die reale Umwelt.

Hierzu eine Arbeit aus 2011:

20 x 20 cm / Öl auf Leinwand

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© Petra Tragauer

Der ganze Artikel ist zu lesen unter: http://diepresse.com

Geige mit Schnur

Nam June Paik (1932 – 2006) war ein aus Südkorea stammender US-amerikanischer Musiker und bildender Künstler und gilt als ein Begründer der Video- und Medienkunst. In den späten 1960er und frühen 1970er Jahren arbeitete er viel mit der Cellistin Charlotte Moorman zusammen, wodurch die Idee zu diesem ready-made  entstanden sein mag: eine einfache Geige mit Schnur. Gefunden und skizziert im MUMOK in Wien.

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Hahns Abendmahl

Im MUMOK in Wien gibt es immer wieder Interessantes. Diesmal fand ich eine Arbeit aus 1964 ganz interessant. Einfach erklärt, wurde nach getaner Mahlzeit dem Tisch die Beine abgesägt, alles darauf Befundene an die Tischplatte angeklebt und an die Wand gehängt. So kann man den Tisch sozusagen von oben ansehen.

Man spricht hier also über ein Ready-made , Readymade, englisch, „fertig gemacht“, „gebrauchsfertig“:

Der Name Ready-made geht auf Marcel Duchamp zurück, der seit 1913/14 Objekte des täglichen Gebrauchs aus ihrer üblichen Umgebung holte und als Kunstwerke deklarierte. Nicht die normale Gebrauchsfunktion, sondern die Form der Gegenstände war von Bedeutung. Der künstlerische Akt bestand lediglich in der Auswahl der präsentierten Dinge und der Art ihrer Aufstellung, etwa auf einem Podest.

Detail – Daniel Spoerri (*1930) Hahns Abendmahl:

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Georg Baselitz und Arnulf Rainer in Baden bei Wien

Die gemeinsame Ausstellung Baselitzs und Rainers im Rainer Museum in Baden bei Wien wird als LustSpiel – neue Arbeiten aus dem Atelier bezeichnet. Die beiden Maler haben keine Gemeinsamkeiten, außer dass sie die Arbeit des anderen sehr schätzen. Baselitz meist farbenfrohe große Werke stehen neuen Fotoübermalung Rainers gegenüber, man sucht vergeblich nach Gemeinsamkeiten.

Die Fotoübermalungen Rainers haben mich in meiner eigenen Arbeit inspiriert. Für nachstehende Skizze habe ich mir aber einen Ausschnitt aus der Arbeit „Bei Nacht zurück (2011)“ von Georg Baselitz genauer angeschaut:

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Menschen zu zeichnen finde ich besonders schwer. Nicht nur, dass der Anspruch auf Ähnlichkeit gestellt wird, nein, es sollte auch besonders leicht und künstlerisch aussehen. Hier habe ich versucht, ohne auf das Papier zu schauen, meine mir gegenübersitzende Person zu zeichnen. Durch das „Nichthinschauen“ wirken die Striche sehr sicher, eben akkurat und ich finde die Skizze selbst gut gelungen.

Rosental

Geschenk der Liebe

Rote Rosen gelten seit dem Altertum als Symbol von Liebe, Freude und Jugendfrische. Die Rose war der Aphrodite, dem Eros und Dionysos geweiht, später der Isis und der Flora.

Die selbe Rose habe ich zweimal gezeichnet.  Die erste Variante wirkt schwer und dicht, als ob die Rose viel Gewicht hätte. Die zweite Variante gefällt mir besser,  weil die Zeichnung leicht und luftig wirkt und die Zartheit einer Rose wiederspiegelt.

Villach

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