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Lebensmittel – Mittel zum Leben?

Es ist gar nicht so leicht, Lebensmittel in den Mittelpunkt einer Fotografie zu stellen. Ich stehe dem Essen an sich schon sehr kritisch gegenüber. In Zeiten von Gammelfleisch, Formschinken und Analogkäse liest man sehr häufig auch, dass unser Essen nicht mehr ausreichend Nährwerte enthält und dass wir, aufgrund der vielen technisch, industriell und biologisch veränderten Lebensmittel ohnehin am vollen Tisch verhungern werden. Wir essen also genau genommen Müll und können oftmals nicht viel dagegen tun. Zwar wird der Konsument als mündig hingestellt, doch die Lügen der Verkaufenden werden auch nur selten aufgedeckt. Nicht alles, was als biologisch bezeichnet wird, ist es auch, deshalb haben wir Käufer nur bedingt Einfluss auf unsere eigene Ernährung. Das Angebot wird immer billiger, was für den logisch denkenden Menschen nicht auch Qualitätssteigerung verheißt. So bleibt uns nur, aufmerksam zu sein in der Hoffnung, für sich selber die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben.

Wir essen nur Hüllen, die schön aussehen, aber keine Inhalte mehr haben.

Ausschreibung Jahresausstellung VISIBLE

Visible – Verein zur Förderung künstlerischer Fotografie, bei dem ich aktiv mitwirke, veranstaltet heuer eine Jahresausstellung zum Thema Lebensmittel:

Erklärung – Anregung – Beispiele

Lebensmittel (früher auch: Viktualien) sind Stoffe und Produkte, die vom Menschen zum Zwecke der Ernährung oder des Genusses über den Mund, gegebenenfalls nach vorheriger Zubereitung, aufgenommen werden. Allgemein sind dabei Nahrungsmittel, Genussmittel, Lebensmittelzusatzstoffe und Nahrungsergänzungsmittel eingeschlossen.
Dazu zählen insbesondere tierische und pflanzliche Produkte, Getränke, Sonstiges wie Gewürze und weiterverarbeitete Produkte wie Dosen, Halbfertig- und Fertigerzeugnisse. Soweit die Definition.

Der Stellenwert des Essens sollte gerade in der heutigen Zeit wieder in den Mittelpunkt gerückt werden. Die erzeugten Produkte liefern nicht mehr die Qualität und Inhalte wie vor 20-30 Jahren. Es werden auch immer mehr Ersatzstoffe ins Essen gemischt, wird bessere Qualität durch minderwertige billigere Produkte ersetzt, gibt es Formschinken, Analogkäse, Gammelfleisch…

Lebensmittel in der Kunst finden sich hauptsächlich in Stillleben. Hier findet man vor allem Früchte und Gemüse in farblichen Kompositionen. In der Fotografie ist dem Thema keine Grenze gesetzt. Egal ob schön, ekelig, im Ganzen, geteilt, roh, gekocht, noch lebend oder auf der Schlachtbank. Das Thema scheint unerschöpflich und sowohl für angehende Fotografen bis hin zum Profi geeignet und machbar.

Die Information zur Jahresausstellung kann auch an andere interessierte Fotografen weitergegeben werden. Die Teilnahmebedingung knüpft aber an die Entrichtung des Jahres-Mitgliedsbeitrages von € 25,–.

Vernissage 2. Dezember 2010 um 19.00

Das ist eine spannende Aufgabe.