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„FÜNF“ von Ursula Poznanski

Das Buch verknüft Geocaching und eine Mordserie auf eine sehr spannende und interessante Weise.

Die Hauptfigur, Frau Beatrice Kaspary ist beim LKA Salzburg tätig, alleinerziehende Mutter mit 2 Kindern und hat keine gute Beziehung zu Ihrem Exmann. Nach dem Fund einer Frauenleiche mit eintätowierten Koordinaten an den Fußsolen beginnen umfangreiche Ermittlungen rund ums Geocachen, weiteren Toten und die Suche nach dem gemeinsamen Nenner. Mittels Geocaching, der modernen Schnitzeljagd per GPS jagd ein Mörder die Hauptfigur Kaspary und ihren Ermittlungsparner Florian Wenninger durch ganz Salzburg und Umland. Bis zum Finale an der letzten Station ihrer Rätselreise und die Lösung um die Gemeinsamkeiten der handelden Personen eine spannende Geschichte.

Gebundene Ausgabe mit 384 Seiten erschienen im Wunderlich Verlag; ISBN-10: 3805250312 bzw. ISBN-13:978-3805250313

2012 – 100 Jahre BV – 100 JAHRE Kunst in Bewegung

AUSSTELLUNGEN und EVENTS im Jubiläumsjahr 2012

Auftakt am 14.04. um 14 Uhr vor der Feststiege im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn
Buchpräsentation – Kunstevents – Ausstellungen
Geburtstagsfest – Auftakt – Festveranstaltung – Buchpräsentation – Ausstellungen
Vorstellung des Jahresprogramms
Die BV belebt die Kunstszene mit mehr als 20 Veranstaltungen quer durch Österreich
Informationen auf unserer Homepage: http://www.art-bv.at

Andreas Mattern: (1) Ist es in der Kunst notwendig, seriell zu arbeiten?

Auf Andreas Matterns Blog ist heute zu lesen:

IST ES IN DER KUNST NOTWENDIG, SERIELL ZU ARBEITEN?

Meine Antwort:

Jeder von euch hat sicher schon einmal das ultimative Bild gemalt. Ein Bild, das ausgesprochen gut ist. Ich sage, dass das noch keine Kunst ist. Ich sage immer, das schafft jeder von uns – von euch. Die Kunst ist es, Bilder in immer gleich bleibender Qualität zu malen, seriell zu arbeiten. Was sagt ihr dazu?

Meine Gedanken:

Ganz allgemein betrachtet: Kunst besteht für mich nicht darin, immer gleich bleibende Qualität zu malen. Es erscheint mir fast unmöglich und würde mich als Künstler immens unter Druck setzen, müsste ich immer die gleiche Qualität an Bildern abliefern. Was aber kann in der Kunst mit Qualität bezeichnet werden?

Fragt Andreas Mattern nach der Qualität an sich, also die Qualität des Papiers und der Farben, kann ich darin keinen künstlerischen Stellenwert ableiten. Haben Künstler der Vergangenheit doch auch aus Ermangelung an Materialien auf Holzmöbel, Zeitungen, Kartons und alten Stoffen gemalten und haben ihre Farben mit niederwertigen Ölen und anderen Grundstoffen selbst hergestellt und würden solcher Art entstandene Bilder wegen Qualitätsmangel aus dem Kunstbegriff herausfallen, würden uns viele hochwertige Bilder von großartigen Künstlern vorenthalten bleiben.

Betrachte ich die Qualität der Technik, so kann ich daraus auch nicht eindeutig einen Anspruch auf „künstlerisch“ ableiten. Technik ist bis zu einem bestimmten Grad durch Fleiss und Ausdauer erlernbar.

Qualität durch immer gleichen Ausdruck, Stil, Farbwahl und Motiv ist meines Erachtens auch kein Maßstab für Kunst. Kunst besteht für mich vielmehr auch aus Erforschen und Versuchen, weniger daraus, Erlerntes und Gefestigtes gleichbleibend weiter zu verwenden.

Was übrig bleibt, ist der Ausdruck im Bild, die Geschichte, die es erzählt wird und ob es mich berührt. Darin liegt für mich die Qualität eines Bildes.  Gelingt es also einem Künstler, mit der Mehrheit seiner Arbeiten die Betrachter zu Berühren, dann enstpricht  das  meiner Vorstellung von künstlerischer Qualität und nicht die Masse, Zuverlässigkeit und immer gleich bleibende Arbeitsweise.

Das serielle Arbeiten an sich, also das Arbeiten an einer Bilderserie zu einem Thema, einem bestimmten Motiv, eines philosophischen Ansatzes stellt aber kein Qualitätsmerkmal dar, sondern ist doch notwendige Grundlage eines Künstlers, oder?

Ist es in der Kunst notwendig, seriell zu arbeiten? So gesehen, ja. Ein eindeutiges JA! Zumindest für mich.

Tote Buchstaben

„Die Schrift ist ein toter Buchstabe, den nur die Einbildungskraft und der Verstand des Lesens beleben kann“, erkannte der Philosoph Christian Garve. Das gelesene Wort, in Inhalte und Bedeutung zu übersetzen, ist, soweit wir es wissen, ein Privileg unseres Menschsein.

Erkennt man den Sinnzusammenhang nicht und fehlt die Fantasie kann ein Buchstabensalat, auch wenn er noch so schön aufbereitet wird, nicht spannend, fesselnd oder interessant werden. Die heutige Zeit bietet zu viel an Unterhaltung, bei der man nur berieselt wird, dass eigenständiges Denken und Fantasie nicht gefragt sind. Die einen verlernen die Fähigkeit, die anderen haben sie nie. Durch Symbolik und Verwenden von Piktogrammen wird uns auch im Alltag immer mehr Denkarbeit abgenommen, denn schneller lässt sich ein Piktogramm erfassen als ein geschriebenes Wort und sieht auch nett aus. So verlernen wir mehr und mehr, Kompliziertes, Langwieriges oder Umfassendes zu deuten und versehen.

Ähnliches passiert in der Kunst.

Können Buchstaben schon nicht mehr zum Leben erweckt werden, wie ergeht es dann Farben und Formen, Grundlage der Bildsprache? Ist Bildinterpretation das Privileg weniger Gebildeter? Und obwohl Kunst zur Massenware erhoben wurde, versteht sie keiner mehr? Versteht deshalb keiner mehr Kunst, weil’s jeder macht? Verbreiten wir also Kunst, die von Ungelernten, Ungelehrten und Nichtverstehenden zur Selbstverwirklichung und Selbstfindung gebraucht wird? Wie kann daraus Kunstverständnis und Kunstinteresse entstehen? Wann kehren wir wieder an den Ursprung zurück und beginnen wieder damit, der Kunst durch Einbildungskraft und Verstand leben einzuhauchen? Wann hören wir auf, Kunst zu bewerten und bemessen und nach Wertsteigerungen zu beurteilen?

Mein persönliches Ziel ist es, meiner Fantasie wieder mehr Raum zu geben und mich von Gemaltem, Gestaltetem verführen zu lassen, Emotionen zuzulassen. Es bedarf Zeit und Übung, aber es ist Erlernbar und Begreifbar. Und lässt man sich ein und wird von einem Bild berührt, dann ist das für mich genau der Moment, wo ich das Gesehene als Kunst betrachte.