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ubiquitär

Ubiquitär (Adj.) (aus dem Lateinischen) steht für „vorkommend” oder „allgemein verbreitet allgegenwärtig”.

Grenzen können geometrische Räume begrenzen. Dazu gehören politische oder administrative Grenzen, wirtschaftliche-, Zollgrenzen oder Eigentumsgrenzen. Grundstücksgrenzen werden im Liegenschaftskataster nachgewiesen. Räume können auch unscharf begrenzt sein, etwa Landschaften, Kulturgrenzen oder Verbreitungsgebiete, die man in der Natur kaum durch Linienstrukturen festmachen kann.

Die Grenzen eines Volumens können Flächen, Linien oder Punkte sein, wie Seitenflächen, Kanten und Ecken eines Würfels. Ein Beispiel für Grenzen von eindimensionalen Räumen ist die obere und untere Grenze in der Mathematik (siehe Supremum). Umgangssprachlich wird dafür auch Grenzwert, Schwellwert oder Schranke gebraucht. Beispiele für nichtgeometrische Räume sind die übliche Verhaltensweise oder die Intimsphäre.

Mit der Arbeit „ubiquitär” weist die Künstlerin auf unsere allgegenwärtigen Grenzen im Außen- und Innebereich jedes Menschen hin und fordert, insbesondere die Grenzen im Kopf zu bekämpfen.

Workshop: Zorka L-Weiß: Fast geometrisch

Ein Workshop für Erwachsene im MMKK Klagenfurt von und mit Zorka L-Weiß: Sie wurde 1946 in Klagenfurt geboren. 1968 schloss sie ihr Studium der Malerei bei Prof. Max Weiler an der Akademie für bildende Kunst in Wien ab. Sie unterrichtet bildnerische Erziehung am Bundesgymnasium für Slowenen in Klagenfurt. Sie lebt und arbeitet in Unterkreuth bei Ebenthal.

Gedankenimpressionen aus dem Workshop:

Die Geometrie ist ein Ordnungssystem, die Vermessung der Welt, aus den Grundflächen Kreis, Viereck und Dreieck und deren Ausdehnungen; in Cezannes Arbeit fanden alle Grundformen ihren Niederschlag in seiner Malerei; der Meister der Geometrie war Piet Mondrian, sowie Konstruktivisten, Supprimitisten wie Kazimir Malevich;

Landschaft – nicht reine Natur, sondern gestaltete Natur; der Mensch ordnet, um sich zurecht zu finden, macht rechteckige Felder, baut Straßen, Brücken, Häuser, Zäune; die Natur selbst entwickelt sich auch nach geometrischen Gesetzen.

Der Künstler stellt sich gegen oder geht mit der Landschaft; entweder rationale Analyse oder nach Empfinden und Gefühl; den Blick ordnen durch Raster; Farben als Teil der Landschaft – Farbraster, Farbauszug; differenzierte Farbflächen einer Farbe.

Komposition ist die Ordnung im Bild, jeder Mensch hat einen Sinn für Gleichgewicht, das es zu nutzen gilt; Grundrichtungen wie senkrechte, waagrecht, Schräge, Richtung, Gegenrichtung und Gewichte nutzen.

2.12.-13.1.: “stadt.leben” in Graz

Vernissage am Freitag den 2. Dezember 2011 um 20:30
der Fotoausstellung “stadt.leben” von Petra und Friedrich J. Tragauer in die Akademie für angewandte Photographie:

Akademie für angewandte Photographie
Geidorfplatz 1
8010 Graz
Telefon: +43(0)316 / 324451
E-Mail: info@fotoakademie.com

Die Ausstellung ist von 3.12.2011 bis 13.01.2012 jeden Donnerstag von 17:00-19:00 Uhr oder nach tel. Terminvereinbarung geöffnet.

Die städtischen Siedlungsgebiete, deren Lebensgefühl, Sozialstruktur und Alltagswelt sind die zentralen Themen in den Arbeiten von Petra und Friedrich J. Tragauer.

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Petra Tragauer stellt vor allem das kühle Verhalten des sich immer in sozialen Rollen bewegenden und informierten Städters in den Mittelpunkt  ihrer Arbeit. In Gesellschaftsbeobachtungen spürt sie dem Mensch in seiner Innen- und Außenwirkung nach und erzählt Geschichten. Aus den erzählenden Motiven werden auf der einen Seite einfache Kompositionen mit Weiß weggemalten, auf der anderen Seite werden sie mit feinen Zeichnungen, eher Markierungen versehen. Ein solcher Überarbeitungsvorgang zielt auf den Wahrheitsgehalt von täglicher Information und Geschichte, der Verdrängung ins Nichtgewesensein oder Schönfärberei ab.

Die Arbeit von Friedrich J. Tragauer konzentriert sich auf die flüchtigen Momente der Begegnungen und versucht diese mittels experimenteller Fotografie festzuhalten. Bewegung, Augenblick und deren Vergänglichkeit sollen dem Betrachter vor Augen geführt werden. Der Mensch nimmt oft nur am Rande andere Menschen, Dinge der Umwelt, Tiere, Gebäude und Landschaften wahr. Kaum stattgefunden, sind diese Augenblicke auch schon wieder vorbei. Je oberflächlicher Begegnungen sind, desto weniger behält man sich Details in Erinnerung. Mit seinen Arbeiten fordert der Künstler zu mehr bewusst gelebten Augenblicken und Begegnungen auf.

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Vita: Petra Tragauer
*1968 Knittelfeld, künstlerische Ausbildung unter Professor Hannes Baier in Salzburg, beschäftigt sich mit Malerei und Fotografie. 2010 erhielt sie den Kunstpreis der Stadt Knittelfeld in der Sparte Fotografie und wird 2011 in die Berufsvereinigung Bildender Künstler aufgenommen. Sie lebt und arbeitet in Villach.
Gesellschaftliche Beobachtungen und die Konservierung des Augenblickes ist ein wesentlicher Teil ihrer Arbeit und erzählt in ihren Bilden Geschichten über Menschen.

Vita: Friedrich Joachim Tragauer

*1963 Bad Kreuznach, BRD, lebt und arbeitet in Villach. 2006-2008 Kunststudium bei Prof. Hannes Baier. 2011 Co-Regisseure des internationalen Kinofilms „Life In A Day“. Schwerpunkt experimentelle und konzeptuelle Foto- und Videokunst. Zitat von Prof. Hannes Baier: “F.J. Tragauer weist durch Symbolgehalt, Tiefgründigkeit und origineller Ausdrucksweise den Betrachter wieder zurück zur Realität, und verifiziert vortrefflich die Worte Pablo Picassos “Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit erkennen lässt.” FJ. Tragauer ist seit 2011 Mitglied der Berufsvereinigung Bildender Künstler Österreichs.