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Selbstportrait 2008

Definition Selbstportrait: ist eine Selbstdarstellung der Physiognomie eines bildenden Künstlers mit den Mitteln der Malerei, Grafik, Plastik oder Fotografie. Als immer zur Verfügung stehendes Modell zeugt ein Selbstbildnis auch von der inneren Auseinandersetzung des Künstlers mit sich selbst, mit den eigenen sich wandelnden Stimmungen und der eigenen Vergänglichkeit. Es ist ein Bild, wie sich der Maler/Künstler selber sieht. Er steht sich wie kein anderer am nächsten, kennt sich gut und weiß um seine inneren Schwächen und Stärken, will vielleicht was darstellen, was er/sie nicht ist, will die Wahrheit vermeiden oder auch verstärken. Aber immer ist es eine Momentaufnahme eines Menschen seiner selbst, in der er/sie sich nur in diesem und keinem weiteren Augenblick befindet.

Ein echtes Selbstportrait ist seitenverkehrt. Ich sehe mich im Spiegel anders, als Menschen, die mich ansehen, daher auch die Unähnlichkeit, die man oft nicht erklären kann. Ein Selbstportrait kann daher niemals ein Maßstab dafür sein, ob ein Künstler sich selbst so gut malen/zeichnen kann, dass andere das im Portrait erkennen.

Früher hab ich die Maler eines Selbstportraits bewundert, zeigt man doch auch ein Stück Intimität. Heute sehe ich es als wichtiges Zeitdokument meiner Selbst.

Ich hab mich im Jahr 2008 zu einem Selbstportrait entschieden und dazu Pastellkreiden verwendet. Ich hab mich nicht vom Spiegel abgemalen, sondern ein Foto benutzt, das jemand von mir gemacht hat, daher meiner Meinung nach kein echtes Selbstportrait. Trotzdem eine Momentaufnahme dieser Zeit.


apfel.ernte 2009

Iduna, in der nordischen Mythologie Göttin der ewigen Jugend und Sinnbild für die sich ständig erneuende Kraft der Natur, hütete ihre goldenen Äpfel in einem Schrein. Von diesen Äpfeln aßen die Götter, um sich zu verjüngen. Vom Apfel und Apfelbaum berichten auch viele irische (keltische) Sagen. Der Ort, nach dem sich Könige und Helden nach ihrem Tode sehnten, wurde Avalon, das Apfelland genannt. In der Bibel verführt Eva Adam mit einem Apfel und ist somit der Anlaß für die Vertreibung aus dem Paradies. Die höchste weltliche Ehre, zu der der Apfel gelangte, ist seine Verwendung als Reichsapfel. Für Kaiser und Könige des Mittelalters war der Reichsapfel mit dem Kreuz Herrscherattribut und das Sinnbild für königliche Macht und weltliches Recht.

Die Äpfel waren ein Experiment, ein Austesten der trockenen Malmittel und ihre Wirkung am farbigen Grund. Nun hab ich immer ein kleines Geschenk parat und jeder Apfelwürfel ist persönlich und individuell zusammengestellt:

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