Objekt/Video „Asyl 2020“ von F.J. Tragauer bei der BV-Sommerausstellung 2015 (29.06.-27.08.2015)

In der Zeit vom 30. Juni – 27. August 2015 findet in den Räumlichkeiten der BV Galerie (Berufsvereinigung Bildender Künstler Österreichs – Landesverband Kärnten www.bv-kaernten.at/) und im Galeriegarten die BV Sommerausstellung statt. Die Vernissage und das Sommerfest finden am 29.06.2015 ab 18:00 Uhr statt. Alle kunstinteressierten sind sehr herzlich eingeladen. Untenstehend die originale Einladung der BV mit den teilnehmenden Künstlern:

BV-Sommerausstellung

BV-Sommerausstellung Einladungskarte

Friedrich J. Tragauer ist mit seiner Arbeit „Asyl 2020“ vertreten.

Pressemeldungen:

Artikel Kronen Zeitung 23.08.2015

Artikel Kronen Zeitung 23.08.2015

The Making-of  „Asyl2020“ in Bildern:

Erste Skizze

Erste Skizze und Informationssuche in österreichischen Zeitungen wie „Die Presse“ etc.

Erster Entwurf

Erster Entwurf auf ein Styrodur-Teil (L:100 x B:50 x H:10 Maße in cm)

Details

Detailzeichnung am Werkstoff Styrodur

Eingepasster Bildschirm in das geschnittene Objekt

Eingepasster Bildschirm in das geschnittene Styrodur- Objekt (Oberfläche ist später schwarz bemalt – Seitenteile weiß)

Zeltentwurf

Zeltentwurf auf Skizzenblatt wird später eingescannt

Negativanfertigung

Negativanfertigung – Vervielfältigung vom Scan (Laserdruck)

Cyanotypieblatt belichten

Cyanotypieblatt mit aufgelegtem und zusammengeklebten Negativfolien belichten

Cyanotypieblatt tonen

Belichtetes Cyanotypieblatt entwickeln und tonen

Zelte schneiden und hochklappen

Am getrockneten Blatt – Zelte schneiden und hochklappen (getonte Cyanotypie auf stärkerem Papier)

Screenshot vom Video

Video welches im Bildschirm des Objektes gezeigt wird, anfertigen Screenshot vom Video (fotografiert durch „Zeltmaske“)

 

Detail augeklappte Zelte und im Hintergrund Videoscreenshot

Detail aufgeklappte Zelte und im Hintergrund Videoscreenshot

Objekt "Asyl 2020" in der Ausstellung (im Objekt Screenshot vom laufenden Video.

Fertiges Objekt „Asyl 2020“ in der Ausstellung mit QR-Code (im Objekt Screenshot vom laufenden Video).

Das „schwarze“ Zelt:

Das "schwarze" Zelt

Das „schwarze“ Zelt

Jede kreative Arbeit sollte auch ein Geheimnis beinhalten – suchen sie den Standort des „schwarzen Zeltes“ am „Fertiges Objekt Asyl 2020 Foto“ überlegen sie die Bedeutung…

Kurze Objektbeschreibung „Asyl 2020“:

Auf Grund der immer schneller wachsenden Flüchtlingszahlen und den daraus resultierenden Asylanträgen im europäischen und damit auch österreichischen Raum sieht Friedrich J. Tragauer in dem visionären Gedankenmodell die Zukunft Österreichs in fünf Jahren wie folgt:
In der EU kommt es zu keiner Einigung in der Quotenvergabe und der Regelung über einheitliche Grundversorgung oder anderen gemeinsamen Vorgangsweisen in der Flüchtlingsfrage. Dadurch werden die Asylbewerber in den reichen und somit großzügigeren EU-Ländern konzentriert.
Durch immer findigere Methoden der Schlepper konnte man auch mit Waffengewalt keinen Stopp der Machenschaften erwirken.
Österreich hat sich auf keine parteipolitisch einheitliche Ebene begeben. Somit bleiben speziell für die neuangekommenen Flüchtlinge nur die Notquartiere als einzige Bleibe für einen unbekannten Zeitraum, sie sind flächendeckend quer über das Bundesgebiet verstreut.
Wie wäre Ihre Vision…?

Oben Objekt in der Ausstellung mit Videoausschnitt (Beispiel).

 

Objektidee, Umsetzung, Fotografie und Video copyright 2015: Friedrich J. Tragauer

Text: Petra Tragauer

 

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„Die Entführung Europas“ eine Objekt-Installation von Friedrich J. Tragauer

„Die Entführung Europas“ nennt F.J. Tragauer seine neueste Arbeit, die bei der Jahresausstellung 2014 der BV-Kärnten (Berufsvereinigung Bildender Künstler Österreichs, Landesverband Kärnten) unter anderem in der Alpen-Adria-Galerie in Klagenfurt ausgestellt wird.

Einladung zur Vernissage:


Die Inspiration zur Arbeit „Die Entführung Europas“ fand Friedrich J. Tragauer in den antiken Erzählungen des Europa-Mythos in Ovids Metamorphosen. Nach Ovid verwandelt sich Jupiter (röm. für Zeus) in einen friedlich aussehenden Stier, der sich unter die königliche Herde mischte, die Mercurius (röm. für Hermes) zuvor an den Strand getrieben hatte. Europa, die sich mit ihren Gefährtinnen ebenfalls am Strand aufhielt, nähert sich dem Stier, spielt und umwindet seine kleinen Hörner, bis sie sich schließlich auf seinen Rücken schwingt – da entführt der Stier sie nach Kreta (in der Arbeit des Künstlers am Modellzug).

Das dreidimensionale Objekt, das die Europäische Union symbolisch darstellt, ist ausschließlich mit Zeitungsberichten zu Themen der EU beklebt. Bedingt durch die vielen inneren und äußeren Einflüsse auf Europa hinterfragt F.J.Tragauer im Video, wo sich das heutige Europa hinbewegen / „entführen lassen“ wird.

Die Idee:

In einem Rohmodell aus Styrodur sollte in großen Lettern das E und das U vertieft eingebrannt werden. Die erste Überlegung war das ganze Modell in „Europablau“ zu spritzen und irgendwie mit den EU-Sternen zu versehen – jedoch wurde diese Idee der Oberflächenbehandlung schnell verworfen – einfach zu kitschig und unauffällig. Durch das E und das U sollte dann eine Modellbahn (versetzter Achter) als Endlosschleife führen. Die Modellspur N war schnell gewählt, denn das ganze Modell sollte ja in einem Teil in einen normalen Kombi zum Transport nach Klagenfurt passen.

Erste Skizzen zu "Die Entführung Europas"

Erste Skizzen zum Projekt "Die Entführung Europas"

Auf die N-Spur Modell Bahn (Triebwagen) sollte dann eine Mini-Funkkamera installiert werden, die dann die verschiedenen EU-Themen in irgend einer Form aufzeigen sollten. Nach einiger Überlegung wählte dann der Künstler F.J. Tragauer das Bekleben der Modelllandschaft mit Zeitungspapier zur Oberflächengestaltung.

Nun zum Rohmodell: als Material wurde hier das Baumaterial Styrodur verwendet. Styrodur lässt ich leicht mit Heißdraht schneiden und bearbeiten ist vom Gewicht sehr leicht und auch stabil für den Modellbau. Zum kleben benötigt man einen Spezialkleber, der den Werkstoff nicht auflöst.

Styrodur diente als Baustoff für den Rohling. Die Oberfläche wurde mit Zeitung beklebt.

Aus den Zeitungsberichten wurden aussschließlich EU-relevante Themen gewählt und bei der Beklebung der Artikel auf das Modell assistierte die Frau des Künstlers Petra Tragauer maßgeblich und achtete auch auf eine ordentliche Umsetzung.

Es wurden nur EU-relevante Berichte aufgeklebt.

Um die beiden Buchstaben – das E und das U, die tiefer in die Modelllandschaft eingebettet sind für den Betrachter noch besser wahrnehmbar zu machen wurden zwei verschiedene Zeitungen zur Beklebung verwendet: Für die Buchstaben der österreichische „Der Standard“ und für die restlichen Flächen die österreichische „Die Presse“.

Zur besseren Unterscheidung der Flächen wurden "Der Standard" und "Die Presse" verwendet.

Das mit den beiden unterschiedlichen Zeitungen beklebte EU-Objekt wurde dann noch mit einer Spezialflüssigkeit Oberflächenversiegelt und zum Trocknen ins Freie in die Sonne gestellt.

EU-Objekt trocknet an der Sonne - Objektgröße 99 x 150 x 40 cm

Vorbereitung der Funkmini-Kamera für den N-Spur Modellbahntriebwagen:

Zuerst galt es die kleine Kamera für den Triebwagen zu adaptieren – hierzu musste als erstes der Stecker aus Gewichtsgründen zerlegt werden. Es wurde die Plastikumantelung und der Stecker der Kamera entfernt. Zum Anschluss reichte die kleine Versorgungsplatine (5V-Spannungsstabilisator und SMD-Widerstände) im Stecker und das Kabel.

Kamerastecker: links-Entfernung des Gehäuses; mitte-Steckerboard Oberseite; rechts-Steckerboard Unterseite

Elektrische Anpassung des EU-Triebwagens (Fahrvorzugsrichtung und Spannungsstabilisator)

EU-Triebwagen - Neuverkabelung der internen Spannungsversorgung

Funkminikamera-Montage und Empfangseinheit mit Monitor

Links: Triebwagen mit Kamera; Rechts: Empfangseinheit mit Monitor

Fertiger Funkkamerawagen

Funkkamerawagen mit externer 9V Spannungsversorgung für die Kamera und Weitwinkelobjektiv (grün)

Vorbereitung der EU-Themenkarten

Ausgewählte Titelüberschriften der beiden Zeitungen

Triebwagenumbau zur Ausstellungsverwendung

Links: Umbau für Unterbrechnungsfreien Lauf; Rechts: Einbau ins Gehäuse

„Die Entführung“ und er finale EU-Wagen

Links: Mythos - Die Entführung Europas; Rechts: Der EU-Ausstellungswagen

Filmschnitt

Links: Filmschnittsoftware; Rechts: Filmszene Screenshot

weitere Dokumentation noch in Arbeit…

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„Blau“ – Beitrag zur Sommerausstellung der BV-Galerie

Obwohl die Farbe Blau von den meisten Menschen als kühl empfunden wird, wurde ihr in wissenschaftlichen Untersuchungen eine wohltuende Entspannung für Leib und Seele zugeschrieben, sie strahlt Ruhe und Frieden aus. Bei längerer Betrachtung des blauen Farbtones kann sich auch der Stoffwechsel verlangsamen, wirkt ausgleichend und beruhigend. Demgegenüber kann aber auch der Zustand von Melancholie und Trauer ausgelöst werden. In der Symbolik beschreibt Blau Leidenschaft, Vertrauen , Loyalität und Wahrheit, in der Werbung steht Sie für Reinheit, Frische, Kühle und Leichtigkeit und in der Politik für Jugend und Hoffnung.

Sowohl in der fotografischen Arbeit „Catalan City Blue“ als auch in dem gleichnamigen Experimentalvideo untersucht Friedrich J. Tragauer die Wirkung eines in blau eingefärbten und digital weiterverarbeiteten Panoramaauschnittes der spanischen Metropole Barcelona. Er lädt den Betrachter ein, inne zu halten, in sich zu gehen und die facettenreichen Blautöne der Arbeiten auf sich wirken zu lassen, seinen eigenen Gemütszustand zu hinterfragen und sich auf die entspannende und beruhigende Wirkung einzulassen.

Ausgestellte Arbeit:

F.J. Tragauer: Catalan City Blue

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1. 7. – 20. 8. 2014: BV Sommerausstellung

Vernissage am 30.6.2014 um 19.00 Uhr in der BV Galerie Klagenfurt:

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Artikel zur BV Jahresausstellung in der KTZ

Schmutzengel, Milchsuppe, Eulen und Torten-Zwillinge

In der Alpen-Adria-Galerie zeigt Kärntens Berufsvereinigung Bildender Künstler derzeit ihre Jahresausstellung: Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Medienkunst in origineller Stilvielfalt.

Klagenfurt. Noch ein paar Tage läuft in der Klagenfurter Alpen-Adria-Galerie die Jahresausstellung der Berufsvereinigung Bildender Künstler. 60 Werke, kaum eines älter als ein, zwei Jahre, sind in die Schau aufgenommen. Die Besucher stehen vor Stilvielfalt, originellen Welt- und Gesellschaftserklärungen, vor Allerlei und Qualität, vor überraschend viel Gültigem, vor Malerei, Bildhauerei, Grafik, Fotografie und neuer Medien-Artikulation. Wer will, lässt sich von Torten-Zwillingsmöbelstücken des landesförderungspreisgeadelten, auf internationaler Ebene wirkenden Duos Markus Hanakam & Roswitha Schuller verwöhnen – Objekte schier zum Hineinbeißen. Ans Auge drängen sich zwei großformatige Mischtechniken Peter Kohls, „Der Schmutzengel“ und “ Milchsuppe“. Da wird viel erzählt, werden rätselhafte Botschaften aus ebensolchen Räumen und Sphären vermittelt. Inmitten all der Zweidimensionalität machen Objekte und Skulpturen auf sich aufmerksam. Etwa Wolfgang Kropfitschs von hoher Ästhetik getragener „Tapu“-Steinkörper, dessen formvollendete Rundungen eine zu „verbotenen“ Gedanken einladende Öffnung umschließen. Weiteres gelungen scheinendes Kropfitsch-Objekt: Zu glasierter Materie verwandelte Meereswellen, verheißungsvoll glatt und doch aufbrausend – ein kataklysmisches, von Philosophie durchdrungenes dualistisches Ereignis spricht den Betrachter an. Harry Jeschofnig ist schwergewichtig vertreten. In der Aula des Stadthauses empfangen seine Autostoßstangen-Plastik „Punkrocker“ und ein Bronzeguss derselben das Publikum.

Zelle der Verderbnis

Inmitten der großen Ausstellungshalle starren zwei hohe Eulen, denen ebenfalls einerseits verchromtes Blech, andererseits Bronze zugrunde liegen, gelassen vor sich hin, dokumentieren das sichere Gefühl Jeschofnigs für Form. In einem der Nebensäle nimmt sich die Kunst wirtschaftskrimineller Fragen an. Friedrich J. Tragauer zeigt ein via Fotos und Grafiken gewonnenes „Hypo-Objekt“, ein Labyrinth, eine von der „Normalität“ abgegrenzte Zelle der Verderbnis. Wer nicht auf Anhieb ins Innere dieses Mammon-Anbetungstempels gelangt, erhält Informationszugang per Handy-App. Margarethe M. Bauer, Berufsvereinigungs-Vizepräsidentin, freut sich: „Die Zeiten, da unsere Institution gegenüber dem Kärntner Kunstverein als nachrangig erachtet wurde, sind längst vorbei. Viele durchaus namhafte Künstler sind Mitglieder beider Vereine.“ M.Posch

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28.11.2013 Vernissage natur.umwelt

Die beiden Künstler Petra und Friedrich J. Tragauer präsentieren in der Ausstellung „natur.umwelt“ ihre Arbeiten, die in unterschiedlicher Intensität von Natur und Umwelt beeinflußt wurden.

Natur im Allgemeinen bezeichnet in der westlichen Philosophie in der Regel das, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Auch der Mensch selbst gehört dazu. Der Begriff Umwelt bezeichnet die vom Menschen gemachten Eingriffe, deren Einflüsse und die unmittelbar darauf folgenden Auswirkungen. Dieser wechselnde Einfluß findet daher auch immer einen Niederschlag in Kunst und Kultur. So findet sich die Natur und die Umwelt als Abbild oder Inspriation in den Arbeiten der beiden Künstler wieder.

Petra Tragauer zeigt überwiegend Collagen. Die Motive findet sie in ihrem unmittelbaren Umfeld und gibt den äußeren Anlass für eine Arbeit. Lichtstimmung und Farbgebung läßt sie dabei immer ihrer persönlichen Stimmung folgen und spielen daher bei der Auswahl des Motives eine untergeordnete Rolle. Die Bedeutung der Farbe nimmt erst im Arbeitsprozess zu. Das Zusammentreffen von nicht zusammengehörigen Gegenständen inhaltlich und formal auf einer Ebene fordern den Betrachter zum genaueren Hinsehen auf. Fotos und fotoähnliche Teile, die in den Bildern eingebaut sind, werden am Computer bearbeitet und durch monochrome Farbgebung einer Grafik angenähert. So wird der Kontrast zu Zeichnung und Malerei reduziert. Eine Farbe des Hauptmotives wird als Fläche wiederaufgenommen und damit ein hoher Grad an Abstraktion erzeugt. Ziel ist ein in sich geschlossener Bildkosmos, das Ergebnis ein dichtes Gewebe von Linien, grafischen Strukturen und Farbflächen.
In jüngerer Zeit setzt Petra Tragauer ihre Motive auch in Linolschnitten um, die vermutlich wohl bekannteste Hochdrucktechnik. Dabei werden nicht druckende Teile mit speziellen Schneidewerkzeugen aus Linolplatten herausgeschnitten; gedruckt wird mit der stehen gebliebenen und mit Farbe eingewalzten Oberflächen. Jedes Druckwerk ist handgefertigt und unterscheidet sich in Kleinigkeiten von den anderen. Eine Auswahl der Arbeiten werden heute erstmals bei dieser Ausstellung präsentiert.

Friedrich J. Tragauer begibt sich auf die Suche nach den flüchtigen Momenten von Begegnungen und hält sie mittels experimenteller Fotografie fest. Achtlos gehen wir im Alltag mit Begegnungen um. Der Mensch nimmt oft nur am Rande Natur und Umwelt wahr. Kaum stattgefunden, sind diese kurzen Augenblicke auch schon wieder vorbei. Je oberflächlicher sie sind, desto weniger behält man sich Details bleibend in Erinnerung. Reiht man diese Begegnungen aneinander, erzählen sie die Geschichte unseres Lebens. Friedrich J. Tragauer konserviert solche flüchtigen Momente mit der Digitalkamera. Nach Korrektur von Tonwertumfang und Kontrast wurde mittels digitaler Bildnachbearbeitung ein Lith Print erstellt.

Weiters gibt es noch eine Auswahl an Arbeiten früherer Werkserien beider Künstler, die durch Natur und Umwelt beeinflußt sind. Cyanotypie, analoge Sofortbildfotografie und eine elektronische Schwarminstallation von Friedrich J. und klassische Malerei von Petra Tragauer.

Einführende Worte zur Ausstellung spricht Fr. Dr. Sigrun Maier
Anmeldung auf Facebook:

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stinkt’s euch etwa schon?

Anlässlich der Jahresausstellung 2013 der Berufsvereinigung Bildender Künstler Österreichs, Landesverband Kärnten (kurz BV) zeigt unter anderen Künstlern Friedrich J. Tragauer das Objekt „stinkt’s euch etwa schon?“ (Größe: 60Lx40Bx40H cm). Die Gemeinschaftsausstellung der BV findet in der Alpen-Adria-Galerie, Theaterplatz 3, 9020 Klagenfurt vom 9. Bis 26. November 2013 mit folgenden Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10-13 und 15-18 Uhr, Samstag 10-13 Uhr statt.

Künstler FJ.Tragauer der Arbeit: "stink's euch etwa schon?"

Künstler FJ.Tragauer mit seiner Arbeit: "stink's euch etwa schon?"

Für die Entstehung des Objekts mit dem Titel „stinkt’s euch etwa schon?“ setzte sich Friedrich J. Tragauer mit dem vielleicht größten Bank-Kriminalfall Europas nach dem 2. Weltkrieg (Quelle: Deutsche Presse Agentur) auseinander und hinterfragt allgemein die Situation der Europäischen Union, die mit der Tatsache zu kämpfen hat, dass EU-Banken auf einer Billiarde Euro fauler Kredite sitzen, die sehr wahrscheinlich nicht oder kaum vollständig bedient werden können. Welche Dimension würde dann eine „Hyper“ Bad Bank erreichen, an die eine solche Summe notleidender Kredite ausgelagert werden würde? Der Künstler stellt sich auch die Frage, in welche Richtung sich die heutige Gesellschaft bewegt, die auf keinen Luxus mehr verzichten will. Ohne feste finanzielle Rückhalte werden Investitionen nur mithilfe der Kreditinstitute getätigt: High Tech Konsum aller Art, SUV’s, exklusive Reisen, Schuck und vieles mehr auf Pump und Kreide. Eigens zur Erstellung des Objekts wurde die bekannten Kärntner Skandalbank fotografiert, ca. 20 Aufnahmen ausgewählt und jedes einzelne Foto nach einem gleichen Konzept digital zu einem neuen Bild verändert. Die surreal anmutenden Hände sind die des Künstlers.

Ansichten des Objekts

Ansichten des Objekts

Es gibt zwei monochrom gestaltete, bewegte Elemente am Modell. Die faule und treulose Tomate dreht und ruht im Viertelstundentakt für Öffnungs- und Ruhezeiten der Bank.

treulose Tomate

treulose Tomate

Das seitliche Rad zeigt Hände die Nehmen und Kassieren – es bewegt sich, wenn ein Kunde gerne Geld hätte und symbolisiert das Einstreifen der Bonis für erfolgreiche und „nachhaltige“ Geschäfte. Das Rad bewegt sich auch außerhalb der offiziellen Geschäftszeiten und weist auf die nicht ganz legalen Machenschaften hin.

Seitliches "Gier"-Rad

Seitliches "Gier"-Rad

Ergänzt wird das Objekt von einem Baum, der weiteres Wachstum verspricht – oder lässt sich darin noch etwas anderes erkennen?

Wachstum?

Wachstum?

Weiter Informationen zur Arbeit von F.J. Tragauer, wie Fotos, Videos und „Making of“ sowie Hintergrunddokumentationen zum Objekt können über den QR-Code (Handy Applikation) am Sockel abgerufen werden.

stinktseuchetwaschon mpeg from Friedrich J. Tragauer on Vimeo.

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5. Oktober – ORF LNdM 2013 „Das kleine Format“

Ausstellung: „das kleine format“

Petra und Friedrich J. Tragauer präsentieren sich im kleinen Format und stellen Malerei und Fotografie gleichermaßen in den Mittelpunkt. Die filigranen Arbeiten zwingen den Betrachter dazu, den Blick auf den Kern zu richten. Die beiden Künstler sind Mitglieder der Berufsvereinigung Bildender Künstler Österreichs (Landesverband Kärnten).

Natur und Umwelt im Mittelpunkt:

Die ORF Lange Nacht der Museen widmen die Künstler Petra und Friedrich J. Tragauer dem kleinen Format und zeigen aktuelle Arbeiten in unterschiedlichen Ausdruckformen. Die filigranen Werke zwingen den Betrachter, den Blick auf das Wesentliche zu richten.

Abseits der klassischen Fotografie präsentiert Friedrich J. Tragauer neben digitalen Arbeiten auch Sofortbildfotografie und Cyanotypie. Petra Tragauer zeigt Collagen und klassische Ölmalerei.

Die beiden Künstler sind Mitglieder der Berufsvereinigung Bildender Künstler Österreich, Landesverband Kärnten.

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Vorankündigung zur ORF Langen Nacht der Museen 2013

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Presseartikel zur BV-Sommerausstellung

KronenZeitung vom 29. Juli 2013:

In der BV Galerie: Im Strudel düsterer Eindrücke

Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Objekte, Fotoarbeiten: 29 Werke von 24 Künstlern. So unterschiedlich die Techniken und Schöpfer dahinter, so sehr eint sie die gemeinsame Stimmung. Während Sonnenglut die Stadt aufheizt, ballen sich die Werke in der BV-Galerie in Klagenfurt zum kühlen Zentrum der Melancholie.

Friedlich, ruhig und dennoch kraftvoll präsentieren sich die korallenartigen Skulpturen von Marianne Oberwelz. Wie ein kleines Stück Ozean zieren sie die Auslage der BV-Galerie direkt an der Feldkirchner Straße in Klagenfurt. Aber die Ruhe täuscht. Die Ausstellung stellt sich heraus als eine Ansammlung zahlreicher Werke, welche durch ihre Vielfalt die Sinne auf die Probe stellt.

Ein von Kupferoxid grau verbrannte weibliche Miniatur auf Sockel von Young Hee Park löst Trauer aus; Edeltraud Obersteiners unter Farbe und Karton begrabene Textmontage tropfen das Gefühl von Vergänglichkeit ein. Apokalyptische Beklemmung gipfelt im zweiten Stockwerk in reiner Verstörung vor der abstrakt expressionistischen Arbeit, einer roten Leinwand, zerrissen von weißen Flecken – von Suad Bijedic. Als Ausklang: wirtschaftskritische Fototechnik von Friedrich J. Tragauer. Eine abwechslungsreiche und gleichzeitig düstere Ausstellung, die den Besucher einsaugt und nachdenklich wieder ausspuckt. Bis 23.8.; Montag bis Freitag, 9-20 Uhr.

Alexander Cimzar für die Kronen Zeitung.

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